Slackline – Welche Arten gibt es?

Slackline
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„Slackline was bitte ist das denn?- Noch nie gehört!“ Diese oder ähnliche Fragen sind wohl die häufigste Reaktion, wenn das Stichwort „Slackline“ fällt. Fallen dann aber Begriffe und Synonyme wie z. B. Seiltanz, Balancieren, Seilakrobatik oder Hochseil wissen die Meisten, worum es sich bei einer Slackline handelt. Woher kommt eigentlich die Slackline? Was heißt Slackline? Wer hat diesen Trend erfunden? Oder wie teuer ist diese Sportart? Antworten auf diese und weitere Fragen in nachfolgendem Bericht.

Zunächst zur Unterscheidung:

Der Unterschied zwischen einer Slackline (englisch: lose, schlaff, entspannt) und einem Seiltanz oder Hochseil liegt darin, dass diese Bänder sehr straff gespannt sind und kaum pendeln. Eine Slackline ist im Gegensatz hierzu sehr dynamisch – Das ständige Auspendeln fördert und erfordert Kondition, Konzentration und Koordination.

Woher kommt der Trend Slackline

Es waren einmal Adam Grosowsky und Jeff Ellington, die Anfang der 80er Jahre als Freikletterer in der ganzen Welt unterwegs waren. Die Idee zur Slackline kam beiden im Yosemite Nationalpark, als die beiden durch eine Regenpause dazu gezwungen wurden, sich im Camp aufzuhalten. Um sich die Zeit zu vertreiben, spannten Adam und Jeff aus Klettermaterial ein Seil zwischen zwei feste Felsen, um darüber balancieren zu können. Diese Art zu balancieren wurde schnell ein Trend, der in den verschiedenen Camps der Kletterer an regnerischen Tagen oder aufgrund anderer Zwangspausen gerne fabriziert wurde. Heinz Zak war wohl zu dieser Zeit auch in einem dieser Camps und lernte dort diese Art des Balancierens kennen und lieben. Der Extremkletterer und Fotograf war es schließlich, der den Trend „Slackline“ nach Europa exportierte.

Bandmaterial der Slackline

Welches Material wird zum Slacken verwendet? Es muss fest genug ist sein, um das Körpergewicht eines jeweiligen Menschen zu tragen, aber auch elastisch genug, um nicht das Gefühl zu haben auf einen Hochseil zu stehen. Die Slackline besteht daher meist aus einem Flachband mit 25mm Breite. Andere wiederum haben eine Breite von 30 bis 35mm, die optimal für Anfänger geeignet sind. Die Faustformel lautet: Je dünner die Slackline, desto anspruchsvoller und wichtiger ist die Beherrschung. Bei Lines mit einer Länge von bis zu 30 Metern werden elastische Bänder bevorzugt, die die Bewegungsabläufe und das Gefühl zur Slackline optimal fördern. Bei Slacklines ab 30 Metern wird meistens ein Flachband verwendet, das wesentlich weniger Dehnung und Elastizität beim Slacken hergibt. Die Materialien selbst stammen ursprünglich aus der Industrie bzw. dem Klettersport und sind Kunstofffasern wie z. B. Polyamid, Polyester oder Polyethylen. Sie unterscheiden sich vor allem im unterschiedlichen Dehnverhalten.

Befestigung einer Slackline

Im Grunde benötigt die Slackline keinen großen Aufwand zur Befestigung. Voraussetzung sind nur zwei stabile Fixpunkte wie zum Beispiel zwei gegenüberliegende Bäumen, zwei Felsen, zwei Pfähle oder ähnliches. Die Slackline wird um die beiden Gegenstände gelegt und muss gem. der beiliegenden Beschreibung mit Ratsche und Sicherungsschlaufe fixiert werden – kein Hexenwerk. Bevor die Slackline benutzt wird, sollte vorher noch getestet werden ob, die beiden Gegenstände fest genug sind, das eigene Körpergewicht zu tragen, d. h. vorab, notfalls mit einer stützenden Hand, die Festigkeit der Slackline überprüfen.

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Slacklines gibt es in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Zwecke.

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Bei der Long Line Variante wird versucht, eine möglichst lange Distanz der Slackline zu bewältigen. Nachdem die Line zwischen zwei Fixpunkten befestigt wurde, kann es losgehen. Eine der beliebtesten Long Line Variationen ist, über ein  Tal zu laufen. Dies sollte aber ausschließlich Profis vorbehalten bleiben. Eine Absicherung der Person, die über die Line balanciert, ist lebensnotwendige Voraussetzung. Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn werden hier auf das Äußerste beansprucht.

Lowlines

Die Lowline Variante ist die wohl bekannteste Art des Slackens. Hier wird die Slackline recht tief über den Boden gespannt, ein Absicherung ist nicht nötig. Der Aufbau der Lowline Variante kann überall erfolgen, ob im Wald, im Park oder einfach zwischen zwei Bäumen. Hier heißt es aufbauen und los geht’s. Wer einmal das Gleichgewicht verloren hat und so einen Sturz in Kauf nehmen muss, hat dank der geringen Fallhöhe ein sehr geringes Verletzungsrisiko. Wenn dann noch die Slackline über einem weichen Untergrund montiert wurde, ist der Sturz eher ein Fall für einen Schnappschuss.

Jumplines

Die Jumpline verbreitete sich etwa ab dem Jahre 2007 und ist für all diejenigen gedacht, den die normale Slackline zu langweilig ist. Mittlerweile sind auch spezielle Jumplines auf dem Markt erhältlich. Bei der Anbringung der Jumpline muss darauf geachtet werden, dass die Line extrem straff angebracht wird. Denn nur so ist es möglich, dass der Slackliner Drehungen von 180 Grad bis zu 360 Grad bewältigen kann. Auch Vorwärts- und Rückwärts- Saltos sind bei den Slacklinern, die sich auf den Jumplines zuhause fühlen, überhaupt kein Problem. Ein neuer Trend der Jumpliner ist momentan das Spannen einer zweiten Slackline, die sich direkt neben der anderen Line befindet, um so von der einen Slackline Drehungen und / oder Saltos zu der anderen Slackline zu machen.

Freestyle-Lines

Diese Art Slackline wird auch Rodeo-Line genannt. Hier wird die Line sehr schlaff auf gehangen, um so den Schwierigkeitsgrad nach oben zu schrauben. Durch die schlaffe Aufhängung ist nur ein Laufen bis zum Ende der Line möglich. Im Anschluss muss sich der Slackliner drehen und wieder zurück laufen. Die Freestyle-Line sollten nur geübte Slackliner laufen, da Stürze einkalkuliert werden müssen.

Wasserlines

Eine zunehmend beliebtere Art, gerade im Sommer, ist die Wasserline. Hier wird die Slackline über einen See oder ein Schwimmbecken gespannt, um im Anschluss diese zu überqueren. Gerade am Anfang ist ein bisschen Übung nötig, da ein fester Untergrund, der ansonsten als Fixpunkt dient, nicht vorhanden ist. Wer einmal den Dreh raus hat, kann viele neue Sprünge oder Stunts einstudieren, da der Fall von der Slackline ins Wasser nicht wehtut und bei heißen Temperaturen auch noch als Erfrischung dient.

Fazit Slackline

 Wer einmal über eine Slackline gelaufen ist, wird meistens damit nicht mehr aufhören wollen, denn auch beim Slacklinen ist es wie bei vielen anderen Trends – „Achtung Suchtgefahr“. Aber bevor die Rede von einer Suchtgefahr aufkommt, liegt viel Arbeit vor einem, denn eine Slackline fordert und fördert die Balance, die Koordination die Konzentration sowie das Gleichgewicht. Nur wer all diese Aspekte beachtet, der wird eines Tages den Weg über die Slackline problemlos schaffen. Auch in Verbindung mit anderen Sportarten ist das Slacklinen sehr beliebt um Koordination und Gleichgewicht zu fördern. Snowboarder, Reiter, Bergsteiger, Skifahrer oder Kampfsportler trainieren daher auch regelmäßig mit der Slackline. Wer sich eine Slackline zulegen möchte, sollte mit einem Preis ab ca. 30,00 Euro rechnen. Wem die Slackline zu unspektakulär ist, der sollte einfach Bungee Jumping betreiben.

 

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